Nachlässe

Brücken bauen - Nachlässe von Zeitzeig:innen als generationsübergreifende Erinnerung im europäischen Kontext
Donnerstag, 03. Sept. 2026

Anmeldung

Nachlässe von NS-Opfern sind mehr als stille Zeugen der Vergangenheit: Sie sind Brücken zwischen Generationen, die Geschichten, Erfahrungen und Werte lebendig halten. Briefe, Tagebücher, Fotoalben, persönliche Datensammlungen und Erinnerungsstücke spiegeln nicht nur das Leid wider, sondern auch Widerstand, Mut und menschliche Entscheidungen in Extremsituationen. Wenn Zeitzeug:innen ihre Nachlässe weitergeben, schaffen sie Anknüpfungspunkte für jüngere Generationen, die Geschichte greifbar und relevant zu gestalten. Doch Nachlässe sind kein statisches Archiv, sondern gelebte Erinnerung: Sie brauchen Vermittlung, Kontextualisierung und verantwortungsvollen Umgang, damit Deutung nicht zur Verklärung wird.

 

Die Zukunftswerkstatt „Brücken bauen – Nachlässe von Zeitzeug:innen als generationsübergreifende Erinnerung“ lädt dazu ein, Formen der Dokumentation, Provenienz, Zugänglichkeit und ethische Fragen zu diskutieren. Welche Geschichten sollen bewahrt werden, wer hat Zugang dazu, wie kann Archivarbeit Empathie, kritische Geschichtsbewertung und Verantwortung fördern und wie können Nachlässe grenzüberschreitend genutzt werden?

 

Wir wollen mit deutschen und ungarischen Fachleuten diskutieren und mit den Anforderungen und Erwartungen junger Leute aus beiden Ländern spiegeln. Im Rahmen eines begleitenden Workshop soll jungen Teilnehmenden zusätzlich aufgezeigt werden, wie sie schon heute mit Dokumenten und Archiven umgehen können, um auf ihre individuelle Spurensuche zu Holocaustopfern zu gehen. 

 

Programm in Kürze

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