Zu Ehren von Éva Fahidi
Éva Fahidi Dialogprogramm
Mit dem „Éva Fahidi Dialog Programm“ soll das langjährige Wirken von Éva Fahidi gewürdigt und der Dialog zwischen Deutschland und Ungarn gestärkt werden. Die jährlichen Programme werden auf den regelmäßigen Dialog und Austausch zwischen jungen Leuten aus Deutschland und Ungarn ausgelegt und sollen neben den historischen Bezügen auch aktuelle Fragen von Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung in dem bilateralen Austausch einbinden. Fragen der zukünftigen didaktischen Vermittlung von Zeitzeugenwissen sowie Forschungsprojekte und Publikationen können ebenfalls Bestanteil des Programms sein. Das Programm soll allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern offenstehen. Die jeweiligen Jahresprogramme werden vorab festgelegt und sollen in der Regel Programmpunkte an den historischen Orten in Stadtallendorf, Budapest, Debrecen und Auschwitz berücksichtigen. Die Unterzeichner bekräftigen die Absicht, gemeinsam ein entsprechendes "Éva Fahidi Dialog Programm" zu erstellen und kurz-, mittel- und langfristig umsetzen.
Christian Somolgyi, Bürgermeister von Stadtallendorf, Dr. István Puskás, Vize-Bürgermeister für Kultur der Stadt Debrecen, Dr. Jörg Probst, Leiter, Dokumentations- und Informationszentrum Stadtallendorf, Dr. Andrea Horváth, Vorsitzende, Deutsches Kulturforum Debrecen, Maren Schoening, Intiatorin des Éva Fahidi Dialogprogramms.
Erklärung vom 07. Juni 2023

Parkeinweihung in Debrecen
Oktober 2025 - Am 22. Oktober 2025 wäre Éva Fahidi 100 Jahre geworden. Aus diesem Anlass fanden in Debrecen und Stadtallendorf Veranstaltung zu ihren Ehren statt, die an große ungarische Dame und Holocaustüberlebende erinnerten. In Debrecen weihte Vizebürgermeister Dr. István Puskas den neuen Fahidieva Park ein und in Stadtallendorf wurde an die Frau erinnert, die das Dokumentations- und Informationszentrum der Stadt als ihre Gedenkstätte bezeichnet hatte.

Schulaustausch Debrecen-Stadtallendorf
Mai 2025 - Im Rahmen des Éva-Fahidi-Dialogprogramms fanden zwei Begegnungstage der Dózsa György Grundschule aus Debrecen und der Georg-Büchner-Schule zunächst in Stadtallendorf (31. März-5. April 2025) und vom 5.-10. Mai 2025 in Debrecen statt. In beiden Städten begaben sich die Schülerinnen und Schüler auf eine Reise in die Vergangenheit und tauchten in das Leben von Éva Fahidi und anderen Frauen in der Zwangsarbeit in Stadtallendorf ein. Am 8. Mai 2025 nahmen beide Gruppen an einer Gedenkveranstaltung in der Synagoge in Debrecen teil und berichteten von ihrer Reise.

Internationale Konferenz in Debrecen
19. November 2024 - Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit beruhen auf zivilgesellschaftlichem Engagement, politischem Willen und wissenschaftlicher Kompetenz. Von Land zu Land sind die Forschung und Lehre an den Universitäten und an den Gedenkstätten über den Holocaust und die Erinnerung daran ebenso unterschiedlich wie die nationalen Besonderheiten in der Erinnerungspolitik. Das Symposium nimmt Ähnlichkeiten und Unterschiede der Erinnerungskultur als Forschungsgegenstand in Ungarn und der Bundesrepublik am Beispiel von Projekten an der Philipps-Universität Marburg und der Universität Debrecen vergleichend in den Blick.

Achava Schülerforum
16. September 2024 - Über 300 Schülerinnen und Schülern besuchten den Thüringer Landtag zum ACHAVA SCHÜLERFORUM. Maren Schoening diskutierte mit den Teilnehmenden über die Ereignisse von 1944 / 1945 am Beispiel des Schicksals von Éva Fahidi.

Erster Todestag von Éva Fahidi
11. September 2024 - Debrecen und in Stadtallendorf erinnerten an Éva Fahidi: Der Leiter des DIZ in Stadtallendorf, Jörg Probst, nahm den Todestag zum Anlass und ergänzte die Dauerausstellung, die etliche Erinnerungsstücke aus dem Besitz von Eva Fahidi enthält, um weitere persönliche Exponate und präsentierte sie damit erstmals der Öffentlichkeit. In Debrecen wurde im Beisein von Vizebürgermeister, István Puskas, Andor Andrássy und Andrea Horváth im Rahmen einer Feierstunde vor dem Geburtshaus an die Ehrenbürgerin erinnert.

Zwei Städte - ein Ziel
April 2024 - Bei einem Besuch in Debrecen besiegelten die beiden Bürgermeister Christian Somolgyi aus Stadtallendorf und Dr. László Papp aus Debrecen die Kooperation im Rahmen des Éva Fahidi Dialog Programms. Beide Städte tragen mit der Initiative dem Vermächtnis ihrer Ehrenbürgerin Rechnung und engagiert sich insbesondere im Rahmen des Dialogs mit jungen Leuten gegen Hass und Rassismus sowie die Weiterentwicklung der Erinnernungskultur in beiden Städten.
